Falk Oliver Sylvester von Haginheym

Um 1125 auf der Motte in Haginheym bei Datlem als zweiter Sohn des Freiherrn von Haginheym zur Welt gekommen. Bis zu seinem 18. Lebensjahr lernte Falk bei seinem Onkel auf dem Nachbarshof als Page und Knappe das Führen eines Gutshofs.

Der Onkel verstarb jedoch überraschend und Falk kam zurück an den Gutshof seines Vaters. Dort brachte der junge Mann dem alten Herrn aufgrund seines Wein- und Weibgenusses nichts als Ärger ein, sodass der Bursche kurzerhand auf der Straße landete.

Der Freiherr von Haginheym gab ihm die Chance auf eine Rückkehr, sollte Falk es seinem älteren Bruder gleichtun und das Kreuz nehmen. Insgeheim möchte Falk auch dem Gerücht nachgehen, eben dieser ältere, erbberechtigte Bruder sei im Heiligen Land gefallen. Sollte der junge Mann seinen Bruder tot vorfinden, wäre er der Erbe seines Vaters.

Zu diesem Zweck (und damit sein Sohn nicht völlig schutzlos sei), bekam Falk ein spärliches Kettenhemd, einen alten Helm und ein altes Schwert samt Schild.

(Rüstungen waren sehr teuer; ein Kettenhemd alleine hatte etwa den Wert eines größeren Bauernhofes. Und da Falk zum ärmeren Landadel gehört, sein Vater lediglich Herr von 5 kleinen Bauernhöfen ist und Falk als zweitgeborenem rechtlich sowieso überhaupt nichts zusteht, ist das alles in allem eine sehr gute "Abfindung")

 

 

Leider war sein früh dahingeschiedener Lehrmeister nicht sehr bemüht bei der Ausbildung, sodass Simon von Monasterium, der ehemalige Wanderprediger, sein Werk nun (in geistiger Hinsicht) fortgesetzt. Kämpfen kann Falk nur bedingt gut, da natürlich auch sein Training ausfiel. Wenigsten vermag er das Schwert richtig zu halten.

Falk ist mit seinem "Gefolge" auf dem Weg ins Heilige Land, um dort mit am Ruhm der Kreuzzüge teilhaben zu dürfen und. Er führt das Wappen Derer von Haginheym, in der natürlichen Farbe Grün mit dem braunen Eichhörnchen als Wappentier.

 


Simon von Monasterium

"Der erste Sohn bekommt den Hof, den zweiten Sohn bekommt die Kirche und den dritten bekommt der Krieg..."

-mittelalterliches Sprichwort -

So gesehen ist Simon ganz gut weggekommen. Sein Vater ist der niederfreie Verwalter einer Wehrburg in der Nähe der Stadt und Kaiserpfalz Dortmund. Da der Posten als Burgvogt nicht zwangsläufig vererbt werden kann und durch die unglückliche "Heiratspolitk" seines Vaters diverse Mitbewerber auf die Stelle auftauchten, wurde Simon schon früh auf eine geistliche Laufbahn vorbereitet. Im Alter von sechs Jahren wurde er in das Kloster St. Mauritz in Münster gegeben, welches direkt dem Bischof unterstand und vornehmlich der Ausbildung von Chorherren diente. Beim Eintritt empfing er die niederen Weihen und nach einem Studium der sieben freien Künste - und der Theologie - im Alter von 17 Jahren die höheren Weihen.

 

Zum Einflussbereich des münsteraner Bischofs gehört auch die Gegend nordwestlich der Ruhrmündung, beispielsweise Haginheym. Zwei Jahre nach seiner Weihe wurde Simon, der sich nun nach seiner Ausbildungsstätte "von Monasterium" nannte, an den Hof des Grafen gesandt, um die dortige Gemeinde zu übernehmen. Er war in der folgenden Zeit nicht nur Prediger und Beichtvater  sowohl der Dörfler als auch der Herrschaften, sondern auch Lehrer und Erzieher der Söhne des Grafen.

Als sich abzeichnete, dass Falk (gezwungenermaßen) das Kreuz nehmen würde, gab Simon seine Stellung auf, um Falk und seine kleine Gemeinschaft auf dem Weg ins Heilige Land zu begleiten. Dies geschah nicht nur auf wegen der inzwischen freundschaftlichen Verbundenheit mit dem Grafensohn, sondern auch aus der Langeweile, die ein Leben als Dorfpriester unweigerlich mit sich bringt.

 

 

Sei es wie es sei – auf der Wanderschaft ergänzen Falk und Simon sich vortrefflich. Solltet ihr also auf einen heruntergekommenen Soldaten, dessen Großspurigkeit nicht ganz zu seiner ramponierten Ausrüstung passen mag und auf einen etwas schlitzohrigen, nicht ganz schlanken Geistlichen treffen (der seinen Herrn um Haupteslänge überragt), so seid gewarnt. Zwar droht wohl kaum Gefahr für Leib und Leben, aber ihr werdet am nächsten Tag mit schwerem Schädel und leerer Geldkatze erwachen und euch fragen, wie ihr nur auf die Idee kommen konntet, sie an eurem Tisch zu bewirten.


Jonas der Schwachsinnige

Von seinem Spitznamen und auch seinen gelegentlichen Anfällen nur ihm selbst verständlicher Sätze sollte man sich nicht täuschen lassen.

Jonas, der das Feuer schürt, Hirse, Zwiebeln und Pilze in Mahlzeiten verwandelt und sich überdies mit den geläufigen Anwendungen von Heilkräutern auskennt ist eine Stütze für die Gruppe. 

Auch wenn man ihn einstmals zufällig im Wald aufgelesen haben mag, heute ist er unverzichtbar geworden.
(Niemand weiß genau wo er den Umgang mit der Klinge erlernt hat... aber das will auch niemand wissen, solange er Falk dabei helfen kann, seine Fechtkünste zu verbessern.)

Gwenhwyfar die Magd

Auch wenn Falk ab und an den Eindruck erweckt, dass es ihm entfallen sei; die Magd hat einen Namen. Gwenhwyfar (auch Jenny genannt) begleitet die Gruppe von Anfang an und ihr ist mit Sicherheit zu einem Gutteil zu verdanken, dass sie nach wie vor zusammen hält.

Kurz nach Falks Rauswurf aus des Vaters Haus trafen der junge Tunichtgut und der Mönch in der Dorfschenke auf Jenny. Abenteuerlustig schloss sich sich daraufhin den beiden an. 

Falk profitiert von ihrer Duldsamkeit, welche sie bei seinen Wünschen an den Tag legt. Unermüdlich lässt sie die Leere in seinem Becher nie zu groß werden. Der Magister darf froh sein, dass er von ihr daran erinnert wird zu essen und sich von seinen Büchern loszumachen. Herrscht trübe Stimmung, bringt die Magd die Gruppe schnell wieder zur Hochstimmung.
Und wenn der Sturm wieder ein Loch in das Zelt gerissen oder Jonas seine Tunika zerschnitten hat, rettet Jenny mit Nadel und Garn was noch zu retten ist.

Franziska Maria Gerdberga von Haginheym

Ebenfalls auf der Motte Haginheym geboren und aufgewachsen. Entschied sich, als der Weggang ihres Bruders bekannt wurde, diesen zu begleiten. Sie wurde in den Pflichten einer adligen Dame ausgebildet: sie kann also beten, Dienstpersonal beaufsichtigen, Repräsentieren... Offenkundig ist zum Repäsentieren wenig Raum und auch das knappe Dienstpersonal kommt sehr gut ohne Aufsicht zurecht. So bleibt ihr viel Zeit zu lesen und gegen den Willen ihres Burders mit der Axt sowie den Umgang mit Pfeil und Bogen zu üben.


Elena

Elena begleitet ihren Mann Adrian auf dem Weg ins heilige Land. Mit ihm zog sie als Hebamme durch die Dörfer und traf nur zufällig auf die Gruppe.

Wie auch die anderen Mitglieder der Gruppe stammt Elena aus sehr einfachen Verhältnissen und versteht sich daher ausgezeichnet, mit dem wenigen Hab und Gut der Gemeinschaft auszukommen. 

Als Hebamme weiß Elena nicht nur mit schwangeren Frauen umzugehen; sie hat auch Fachwissen im Umgang mit Kräutern und Salben. Das ist bei den vielen Wunden, die Falk sich bei einigen Meinungsverschiedenheiten von Zeit zu Zeit zuzieht, auch dringend notwendig. 

Adrian

Nach seiner Lehre beschloss Adrian, nach Jerusalem zu pilgern und dort als Zimmermann seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Er folgt dem Gerücht, dass im heiligen Land jeder Zimmermann gebraucht würde; sei es beim Bau von Belagerungsmaschinen oder christlichen Kirchen.

Da eine Pilgerfahrt allein gefährlicher ist als in einer Gruppe, schloss sich der Zimmermann der Gemeinschaft an.

Adrian ist der einzige Handwerker der Gruppe. Seinen Fertigkeiten ist es zu verdanken, dass Falk auch weiterhin seinen Met trinken kann: Adrian bietet in jedem Dorf, das die Gruppe durchquert, seine Dienste als Zimmermann an.


Die hier gezeigten Bilder spiegeln nicht immer den aktuellen Gewandungsstand wieder.